Welche Inhalte sind in der Life-Kinetik-Lizenz-Prüfung relevant?

Welche Inhalte sind in der Life-Kinetik-Lizenz-Prüfung relevant?

LiKE GmbH ·
Life Kinetik Coach zeigt Doppelball-Koordinationsübung, älterer Mann und Kind versuchen die Bewegung gemeinsam in heller Turnhalle.

Die Life-Kinetik-Lizenzprüfung verstehen wir eher als Selbsterfahrung, um zu erkennen, dass du schon nach sehr kurzer Zeit in der Lage bist, Trainings zu konzipieren und Personen anzuleiten. Dabei werden das Wissen um die theoretisch vermittelten Grundlagen der Methode und die praktische Kompetenz in Form eine praktischen Lehrprobe ermittelt. Du wirst erkennen, dass du die spezielle Trainingslehre hinter Life Kinetik verstehst, Übungen korrekt anleiten kannst und das entscheidende Wechselprinzip sicher anwendest. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Aufbau, Inhalte und die optimale Vorbereitung auf die Prüfung.

Wie ist die Life-Kinetik-Lizenzprüfung aufgebaut?

Die Life-Kinetik-Lizenzprüfung wird ganzheitlich in Form einer Lehrprobe durchgeführt. In der Ausarbeitung der Inhalte der Lehrprobe zeigst du, dass du die wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen der Methode kennst. Im praktischen Teil leitest du die von dir erarbeiteten Übungen an, die alle drei Bausteine von Life Kinetik gleichzeitig enthalten: Bewegung, Wahrnehmung und Kognition.

Beide Teile sind gleichwertig. Es reicht nicht, Übungen auswendig zu kennen, wenn du nicht erklären kannst, warum sie auf eine bestimmte Art durchgeführt werden. Umgekehrt nützt solides Theoriewissen wenig, wenn du in der Praxis nicht erkennst, wann ein Übungswechsel fällig ist. Die Prüfung testet also das Zusammenspiel beider Kompetenzen.

Die Lizenzprüfung findet im Rahmen der Life Kinetik Coach-Ausbildung statt, die je nach Ausbildungsformat zwei bis drei Tage umfasst. Die Prüfung selbst ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein integrierter Bestandteil des Ausbildungsabschlusses und dient dabei gleichzeitig als Selbsterfahrung.

Welches theoretisches Wissen musst du in der Prüfung anwenden?

Um die Lehrprobe richtig ausarbeiten zu können, musst du vor allem die spezielle Trainingslehre von Life Kinetik anwenden: Basiskomplex gemäß Leitfaden auswählen, die passenden Ergänzungskomplexe in der richtigen Reihenfolge hinzufügen. Auf- und Abwärmen sowie Auflockerungsspiele passend auswählen und die Variationen entwickeln. Du musst erklären können, warum Life Kinetik funktioniert und was man davon hat.

Eng damit verknüpft ist das Wechselprinzip: Eine Übung wird nur so lange durchgeführt, bis von 10 Versuchen 3 bis 4 gelingen. Danach wird gewechselt. Wer eine Bewegung vollständig automatisiert, speichert sie in den Basalganglien ab, dem sogenannten Autopiloten des Gehirns. Genau das soll verhindert werden, denn nur wenn das Gehirn etwas noch nicht kann, sucht es aktiv nach neuen Lösungswegen und bildet neue neuronale Verbindungen.

Außerdem solltest du die drei Trainingsbereiche benennen und erläutern können: flexible Körperbeherrschung mit den Unterbereichen Bewegungswechsel, Bewegungskette und Bewegungsfluss sowie die Wahrnehmungs- und kognitiven Komponenten wie beispielsweise Augendominanzverhalten, Audiorhythmik, Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit.

Was muss in der praktischen Prüfung demonstriert werden?

In der praktischen Prüfung demonstrierst du, dass du Life-Kinetik-Übungen korrekt anleiten kannst. Entscheidend ist dabei nicht, dass du die Übungen selbst perfekt ausführst, sondern dass du erkennst, wann eine Gruppe oder eine Person bereit für den nächsten Wechsel ist, und dass jede Übung alle drei Bausteine gleichzeitig enthält: Bewegung, Wahrnehmung und Kognition.

Konkret wird von dir erwartet:

  • Übungen klar und verständlich erklären und vorzeigen zu können
  • das Wechselprinzip situativ anzuwenden, also den richtigen Zeitpunkt für einen Übungswechsel zu erkennen
  • Variationen einer Übung zu entwickeln, ohne die Übung zu automatisieren
  • die Gruppe zu motivieren und eine Atmosphäre zu schaffen, in der gemeinsames Scheitern als positiv erlebt wird
  • nachvollziehbar zu begründen, warum eine bestimmte Übung oder Variation gewählt wurde

Ein typisches Beispiel aus der Praxis ist der sogenannte Parallelball: Beide Arme werden parallel vor den Körper gehalten, in jeder Hand ein Jonglierball. Die Bälle werden gleichzeitig nach oben geworfen, die Hände kreuzen sich in der Luft, und die Bälle werden mit gekreuzten Händen wieder aufgefangen. Diese scheinbar einfache Übung stellt die meisten vor echte Herausforderungen und ist damit ein ideales Beispiel für das Life-Kinetik-Prinzip. Wichtig: Life Kinetik entfaltet seine volle Wirkung nur unter Anleitung eines zertifizierten Life Kinetik Coaches, der weiß, wann der richtige Moment für einen Wechsel gekommen ist. 

Wie viele Übungen sollten Prüflinge kennen?

Es gibt keine feste Mindestzahl an Übungen, die du in der Prüfung auswendig beherrschen musst. Entscheidend ist, dass du das Prinzip hinter den Übungen verstehst und Variationen entwickeln kannst. Der Übungsfundus eines ausgebildeten Life Kinetik Coaches umfasst über 2.000 Übungen mit mehreren Milliarden Variationen.

In der Praxis bedeutet das: Wenn du 20 bis 30 Grundübungen wirklich verstanden hast und weißt, wie du sie in Bewegung, Wahrnehmung und Kognition variieren kannst, bist du für die Prüfung gut aufgestellt. Viel wichtiger als eine große Anzahl auswendig gelernter Übungen ist das Verständnis für das Wechselprinzip und die Fähigkeit, eine Übung rechtzeitig zu verändern, bevor Automatisierung einsetzt.

Denke daran: Keine Übung wird bei Life Kinetik jemals auf die gleiche Art und Weise wiederholt. Wer das verinnerlicht hat, kann aus wenigen Grundbausteinen ein breites Repertoire entwickeln.

Welche häufigen Fehler führen zum Nichtbestehen?

Die häufigsten Fehler in der Life-Kinetik-Lizenzprüfung entstehen nicht aus mangelndem Engagement, sondern aus falschen Annahmen darüber, was die Methode ausmacht. Wer denkt, es gehe darum, möglichst viele Übungen perfekt zu beherrschen, liegt grundlegend falsch.

  • Übungen zu lange durchführen: Der häufigste und schwerwiegendste Fehler ist, eine Übung so lange fortzusetzen, bis sie beherrscht wird. Das widerspricht dem Kernprinzip von Life Kinetik direkt. Wer nicht wechselt, wenn 3 bis 4 von 10 Versuchen gelingen, schafft keine neuen neuronalen Verbindungen.
  • Einen der drei Bausteine vernachlässigen: Jede Life-Kinetik-Übung muss gleichzeitig Bewegung, Wahrnehmung und Kognition enthalten. Fehlt einer dieser Bausteine, ist es keine Life-Kinetik-Übung im eigentlichen Sinne.
  • Theorie und Praxis trennen: Wer in der praktischen Anleitung nicht begründen kann, warum er eine Übung wählt oder wechselt, zeigt, dass das theoretische Verständnis fehlt.
  • Life Kinetik mit Therapie verwechseln: Life Kinetik ist ein Training, keine Therapie. Wer in der Prüfung therapeutische Wirkungsversprechen macht, ohne den Kontext von Studienergebnissen zu nennen, begeht einen inhaltlichen Fehler.
  • Das Scheitern negativ bewerten: Life Kinetik lebt vom Prinzip „Wer scheitert, hat Erfolg“. Wer als angehender Coach Misserfolge der Teilnehmenden als Problem behandelt, statt sie als Lernchance zu sehen, hat die Philosophie der Methode nicht verinnerlicht.

Wie bereitet man sich optimal auf die Lizenzprüfung vor?

Prinzipiell ist keine spezielle Vorbereitung auf die Life-Kinetik-Lizenzprüfung nötig, wenn du während der Ausbildung stets aktiv und konzentriert dabei bist. Durch aktives Üben entwickelt sich ein tiefes Verständnis der theoretischen Grundlagen. Wer beides parallel entwickelt, ist klar im Vorteil gegenüber jemandem, der sich nur auf eine der beiden Seiten konzentriert.

Konkrete Empfehlungen für eine effektive Vorbereitung:

  1. Theoretische Grundlagen wiederholen: Lies die Ausbildungsunterlagen gezielt durch und stelle sicher, dass du insbesondere die verschiedenen Basis- und Subkomplexe erklären kannst.
  2. Übungen aktiv ausprobieren: Führe Übungen nicht nur aus, sondern variiere sie bewusst in allen drei Bausteinen. Frage dich bei jeder Übung: Enthält sie gleichzeitig Bewegung, Wahrnehmung und Kognition?
  3. Das Wechselprinzip verinnerlichen: Übe bewusst, den Moment zu erkennen, in dem 3 bis 4 von 10 Versuchen gelingen. Das ist eine Fähigkeit, die sich durch Erfahrung schärft, nicht durch Theorie allein.
  4. Mit anderen achtsam üben: Life Kinetik wirkt besonders in der Gruppe. Das gemeinsame Üben mit anderen Kursteilnehmern hilft dir, Gruppendynamiken zu verstehen und die Anleitungssituation zu simulieren.
  5. Häufige Missverständnisse kennen: Mache dich mit den typischen Irrtümern vertraut, etwa dass mehr Training mehr Effekt bringt — tatsächlich führen zwei Einheiten pro Woche nicht zu doppeltem Nutzen gegenüber einer, da das Gehirn zwischen den Sitzungen Erholungszeit benötigt — oder dass Life Kinetik eine Therapie ist (es ist ein präventives Training).

So unterstützt dich Life Kinetik auf dem Weg zur Lizenz

Die Lizenzprüfung ist kein Hindernis, sondern der Abschluss eines Lernprozesses, der dich selbst verändern wird. Denn wer Life Kinetik wirklich versteht, hat die Methode nicht nur studiert, sondern am eigenen Gehirn erfahren. Genau das ist unser Ziel in der Ausbildung. Die Lehrprobe zum Abschluss ist nur das Tüpfelchen auf dem i, denn du bringst dann Theorie und Praxis zusammen.

Was wir dir als zertifizierter Life Kinetik Coach bieten:

  • Eine strukturierte Ausbildung, die Theorie und Praxis von Anfang an verbindet
  • Zugang zu über 2.000 Übungen mit mehreren Milliarden Variationen, wissenschaftlich nachgewiesen in über 40 unabhängigen Studien
  • Die Methode, die als einzige weltweit alle drei Bausteine Bewegung, Wahrnehmung und Kognition in jeder einzelnen Übung gleichzeitig vereint
  • Prüfungsvorbereitung, die dich nicht auf Auswendiglernen reduziert, sondern auf echtes Verstehen setzt
  • Die Möglichkeit, nach der Zertifizierung sofort Life-Kinetik-Performance-Kurse für alle Zielgruppen durchzuführen, von Kindern über Berufstätige bis hin zu Senioren

Du möchtest wissen, was die Ausbildung kostet und wann der nächste Termin in deiner Nähe stattfindet? Dann schau dir alle Informationen zur Life Kinetik Coach-Ausbildung an und starte deinen Weg zur Lizenz.

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